Herzlich Willkommen beim Familienverband Bernbeck

 

Korrespondenzblatt

Ergänzungen zu der Artikelserie „Die Familie Bernbeck im Ersten Weltkrieg“

Was? Haben wir immer noch nicht genug Kriegsberichte lesen müssen? Soll nach dem Ersten Weltkrieg jetzt gleich der Zweite Welt-krieg  folgen? – Ich bitte um Verständnis. Ludwig Wahl (A 226) hat uns als Teilnehmer der Schlacht am Skagerrak in der letzten Nummer des Familienblattes beschäftigt, und bei der Durchsicht der Unterlagen, die mir Gertrud Geipel, seine Tochter (A 2262), zur Verfügung gestellt hat, wurde ich auch auf seine Erlebnisse während des Zweiten Weltkriegs aufmerksam, und die scheinen mir fast noch interessanter zu sein als der Nachhall der Seeschlacht von 1916. Sie zeigen, dass Ludwig Wahl keineswegs ein begeisterter Kriegsheld war – im Gegenteil, er bemühte sich als ziemlich hoher Offizier nach Kräften und unter persönlichen Gefahren, die Leiden des Krieges für Freund und Feind zu mildern.

Als 1918 der Erste Weltkrieg zu Ende war, nahm Ludwig Wahl im Rang eines Leutnants zur See seinen Abschied. Er musste nun eine neue Existenz aufbauen. Er holte das Abitur nach, studierte an der neu eingerichteten Fakultät in Frankfurt Volkswirtschaft und wurde Diplom-Kaufmann, tätig zunächst in Berlin, bald aber in Friedberg. Er machte sich mit der Vertretung für eine große Versicherung und eine Kaffee-Firma selbständig, studierte aber daneben noch 10 Semester Theologie in Gießen. Er war ja Sohn eines Pfarrers und Dekans (Wil-helm Wahl, A 22) und konnte seine christliche Prägung nicht verleug-nen, und auch sein älterer Bruder Wilhelm (A 222) war Pfarrer gewor-den und wird sich über den Entschluss des Diplom-Kaufmanns gefreut haben. Dieser gab sein Zweitstudium aber auf, als die kaufmännische Tätigkeit bei der damals schwierigen wirtschaftlichen Lage seine ganze Arbeitskraft verlangte. Schließlich hatte er inzwischen eine Frau und zwei Töchter zu versorgen. Er hatte zwar mit seiner Firma in Friedberg beachtlichen Erfolg, fürchtete aber spätere Schwierigkeiten bei der Altersversorgung. Wenn er jedoch Beamter würde, könnte er sich seine Dienstjahre bei der Handels- und Kriegsmarine anrechnen lassen. Da gerade die Luftfahrt von der NS-Regierung mit aller Kraft gefördert wurde und Ludwig Wahl auch auf diesem Gebiert Erfahrun-gen vorweisen konnte, stellte er 1937 einen Antrag auf „Verwendung im Bereich des Reichsministeriums für Luftfahrt“.

Read more: Ludwig Wahl im II. Weltkrieg

Ergänzungen zu der Artikelserie „Die Familie Bernbeck im Ersten Weltkrieg“

Im Juli 2014 erschien der erste Teil meines Überblicks über die Familie Bernbeck im Ersten Weltkrieg. Kurze Zeit danach klingelte bei mir das Telefon. Es meldete sich eine Gertrud Geipel aus Friedberg – der Name war mir unbekannt – und stellte sich als Tochter von Ludwig Wahl (A 226) vor. Da war ich schnell im Bilde: Ludwig Wahl hatte doch zwischen 1916 und 1918 mehrere hochinteressante Berichte an das Familienblatt geliefert, auf die ich auch in meinem Überblick zu-rückgegriffen hatte. Gertrud Geipel (A 2262) wies mich darauf hin, dass ihr Vater 1916 die Skagerrak-Schlacht miterlebt und einen Brief darüber geschrieben hatte. Einen Brief? Ich kannte seinen knappen Hinweis im Familienblatt, er dürfe keine militärischen Geheimnisse verraten: „Von meinen letzten Erlebnissen bei der Seeschlacht will und kann ich natürlich nicht reden.“ Ein Brief war vielleicht weniger vorsichtig und konnte nähere Einzelheiten versprechen. Mein Interesse war geweckt, zumal da Gertrud noch weitere aufregende Kriegser-lebnisse ihres Vaters andeutete. Sie habe die Unterlagen gesammelt und wolle mir gern Einblick geben. Ich stellte ihr einen Besuch in Friedberg in Aussicht, bat sie aber fürs erste, den zweiten Teil des Überblicks im Familienblatt abzuwarten. Ich hatte zunächst selbst nicht mehr vor Augen, in welchen Teilen ihr Vater zu Wort gekommen war, was Gertrud also schon gelesen hatte und was noch folgen würde.
   Nach einigen Verzögerungen machte ich mich auf den Weg nach Friedberg. Gertrud empfing mich mit großer Herzlichkeit, zeigte mir die vielen Familienbilder an den Wänden ihrer geräumigen Altbau-wohnung (dabei konnte ich ihren Vater wiedererkennen, wie ich ihn auf den Familientagen in den 50er Jahren gesehen hatte) und holte einen Aktenordner herbei, in dem sie Briefe, Fotos und Zeitungsbe-richte gesammelt und liebevoll in Folien geordnet hatte, um ihren Vater „seinen Enkeln und Urenkeln lebendig zu erhalten“. Eine Fülle von Material! Ich nahm mir vor, es genauer anzusehen, und Gertrud über-ließ mir bereitwillig den prall gefüllten Ordner zu näherem Studium. Ob der Stoff vielleicht auch die Leser des Familienblatts interessieren könnte? Ich bat Gertrud um Geduld, die Durchsicht der Papiere würde einige Zeit in Anspruch nehmen.

Read more: Ludwig Wahl und die Skagerrak-Schlacht

Einige Tage vor der Familienrats-Sitzung im November 2014 erhielt ich einen Anruf von meinem Sohn Peter Bernbeck; Otto-Georg Richter (F 9433), unser Webmaster in Amerika, habe ihm gemailt, da habe ein Herr Hallstein ein Ölgemälde aufgefunden, das Johann Philipp Bernbeck darstelle, den Großvater unseres Stammvaters Johann Daniel Bernbeck. Bevor der Entdecker das Bildnis in den Antiquitätenhandel bringe, wolle er es der Familie Bernbeck zum Kauf anbieten. Es befinde sich jetzt in Pfungstadt. Und Peter gab mir Adresse und Telefonnummer des Herrn Hallstein. Vielleicht könnte ich mir das Gemälde mal ansehen.

 

   Pfungstadt liegt praktisch in meiner Nachbarschaft, kein Problem, da mal hinzufahren. Ich rief also Herrn Hallstein an, und er bestätigte, was er schon Otto-Georg mitgeteilt hatte: das Bild stelle gemäß der Inschrift auf der Rückseite einen Vorfahren der Familie Bernbeck dar. Er selbst treibe Ahnenforschung in seiner eigenen Familie und sei dabei auf das fremde Porträt gestoßen. Er wolle es gern der Familie Bernbeck reservieren. Ob ich eine email-Adresse hätte? Nein? Dann könne er mir halt kein Foto schicken. Aber ich konnte einen Besuch bei ihm verabreden, schon am übernächsten Nachmittag war er zu erreichen.

 

  

Read more: Entdeckung eines Ahnenbildes (Johann Philipp Bernbeck, 1700-1754)

Bereits im Februar hatte sich der bisherige Eigentümer aus Pfungstadt gemeldet, der auf allerlei Umwegen an das Porträt eines Johann Phillip Bernbeck geraten war. Aufgrund einer Beschriftung auf der Rückseite soll es sich bei diesem Johann Philipp Bernbeck um den Großvater unseres Stammvaters Johann Daniel Bernbeck handeln. Da sich der bisherige Bildeigentümer auch mit Ahnenforschung befasst, kam er über die Homepage in Kontakt mit Otto-Georg Richter (F 9423), der allerdings von seinem Wohnsitz in den USA aus nichts unternehmen konnte.

Johann Philipp Bernbeck

Nachdem der Sprecher auf das Porträt hingewiesen worden war, fuhr er nach Pfungstadt und erwarb das Bild gegen eine kleine Summe.

Die Inschrift auf der Rückseite lautet: Johann Philipp Bernbeck, geb. zu Gießen am 4. IV.1700, gest. daselbst am 29. IX. 1759, Großvater des Wirberger Stammvaters, siehe Stammbaum S. 44 oben.

Auf der Rückseite der Leinwand steht 1724. (Der Rest ist nicht zu entziffern)

Johann Philipp Bernbeck (Rücken)

Im besagten Stammbaum von 1896 steht auf S. 44: Johann Philipp, Bürger und Wollenweber, auch des XVIer Raths Mitglied zu Gießen, geboren am daselbst am 4. April 1700, gest. 29. September 1754, vermählt seit 11. August 1718 mit Anna Dorothea, geb. Maus. Tochter des Bürgers und Tuchmachers Joh. Jost Maus zu Gießen. Das Porträt zeigt ihn also im Alter von 24 Jahren als Ratsherr, mit einem an einen Pfarrer erinnernden Beffchen. Für heutige Augen wirkt er allerdings älter. Aufgrund dieser Einträge muss sich das Porträt also bereits einmal im Besitz der Familie befunden haben. Da der vormalige Besitzer nicht zu ermitteln war, wird der Sprecher Dr. Ernst Jürgen Bernbeck das Bild verwahren.

Bad Herrenalb.

Johannes Oesch (57) ist neuer evangelischer Pfarrer von Bad Herrenalb. In einem festlichen Gottesdienst ist er gestern in sein Amt eingeführt worden.

Die Investitur mit Amtsverpflichtung und Segnung vollzog Dekan Joachim Botzenhardt aus Neuenbürg. Er sagte: „Liebe Bad Herrenalber, es ist geschafft. Die lange Zeit des Wartens und der Ungewissheit ist vorbei. Der neue Pfarrer ist da.“ Ganz so neu ist Pfarrer Oesch in Bad Herrenalb allerdings nicht. Ein Jahr lang übernahm er bereits Vertretungsdienste für die lange Zeit erkrankte Vorgängerin im Amt. Außerdem half er die Lücke zu füllen, die durch den Wegfall der zweiten Pfarrstelle in Bad Herrenalb entstanden war. „Sie haben in der Gemeinde schon erste Spuren hinterlassen“, bestätigte Botzenhardt. Zusammen mit dem im vergangenen Herbst völlig neu besetzten Kirchengemeinderat steht die evangelische Kirchengemeinde jetzt vor einem Neuanfang.

Artikel im Schwarzwälder Boten unter http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-herrenalb-ungewissheit-vorbei.1e77a0d6-6888-47d5-ad63-8df935a96f5d.html

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