Zeitungsartikel

Einige Tage vor der Familienrats-Sitzung im November 2014 erhielt ich einen Anruf von meinem Sohn Peter Bernbeck; Otto-Georg Richter (F 9433), unser Webmaster in Amerika, habe ihm gemailt, da habe ein Herr Hallstein ein Ölgemälde aufgefunden, das Johann Philipp Bernbeck darstelle, den Großvater unseres Stammvaters Johann Daniel Bernbeck. Bevor der Entdecker das Bildnis in den Antiquitätenhandel bringe, wolle er es der Familie Bernbeck zum Kauf anbieten. Es befinde sich jetzt in Pfungstadt. Und Peter gab mir Adresse und Telefonnummer des Herrn Hallstein. Vielleicht könnte ich mir das Gemälde mal ansehen.

 

   Pfungstadt liegt praktisch in meiner Nachbarschaft, kein Problem, da mal hinzufahren. Ich rief also Herrn Hallstein an, und er bestätigte, was er schon Otto-Georg mitgeteilt hatte: das Bild stelle gemäß der Inschrift auf der Rückseite einen Vorfahren der Familie Bernbeck dar. Er selbst treibe Ahnenforschung in seiner eigenen Familie und sei dabei auf das fremde Porträt gestoßen. Er wolle es gern der Familie Bernbeck reservieren. Ob ich eine email-Adresse hätte? Nein? Dann könne er mir halt kein Foto schicken. Aber ich konnte einen Besuch bei ihm verabreden, schon am übernächsten Nachmittag war er zu erreichen.

 

  

Read more: Entdeckung eines Ahnenbildes (Johann Philipp Bernbeck, 1700-1754)

Bereits im Februar hatte sich der bisherige Eigentümer aus Pfungstadt gemeldet, der auf allerlei Umwegen an das Porträt eines Johann Phillip Bernbeck geraten war. Aufgrund einer Beschriftung auf der Rückseite soll es sich bei diesem Johann Philipp Bernbeck um den Großvater unseres Stammvaters Johann Daniel Bernbeck handeln. Da sich der bisherige Bildeigentümer auch mit Ahnenforschung befasst, kam er über die Homepage in Kontakt mit Otto-Georg Richter (F 9423), der allerdings von seinem Wohnsitz in den USA aus nichts unternehmen konnte.

Johann Philipp Bernbeck

Nachdem der Sprecher auf das Porträt hingewiesen worden war, fuhr er nach Pfungstadt und erwarb das Bild gegen eine kleine Summe.

Die Inschrift auf der Rückseite lautet: Johann Philipp Bernbeck, geb. zu Gießen am 4. IV.1700, gest. daselbst am 29. IX. 1759, Großvater des Wirberger Stammvaters, siehe Stammbaum S. 44 oben.

Auf der Rückseite der Leinwand steht 1724. (Der Rest ist nicht zu entziffern)

Johann Philipp Bernbeck (Rücken)

Im besagten Stammbaum von 1896 steht auf S. 44: Johann Philipp, Bürger und Wollenweber, auch des XVIer Raths Mitglied zu Gießen, geboren am daselbst am 4. April 1700, gest. 29. September 1754, vermählt seit 11. August 1718 mit Anna Dorothea, geb. Maus. Tochter des Bürgers und Tuchmachers Joh. Jost Maus zu Gießen. Das Porträt zeigt ihn also im Alter von 24 Jahren als Ratsherr, mit einem an einen Pfarrer erinnernden Beffchen. Für heutige Augen wirkt er allerdings älter. Aufgrund dieser Einträge muss sich das Porträt also bereits einmal im Besitz der Familie befunden haben. Da der vormalige Besitzer nicht zu ermitteln war, wird der Sprecher Dr. Ernst Jürgen Bernbeck das Bild verwahren.

Der Neujahrsgruß 1917 des Schriftleiters Heinrich Nies (D 16 = D 46) zeigt deutlich, wie die Kriegsbegeisterung in Friedenssehnsucht umgeschlagen ist. Er schreibt: „Unsere Wünsche in der jetzigen Zeit … fassen sich zusammen in ein einziges Wort: Friede.“ Er bedauert, seine Gedanken nicht nach alter Gewohnheit in poetische Form gebracht zu haben, und fährt fort: „Aber was … heißt Gewohnheit in dieser Zeit, in der man sich die eingefleischtesten Gewohnheiten, wie z.B. das Essen, mehr oder weniger abgewöhnen muss und die Redensart des alten Paten: „Man muss sich an Entbehrungen gewöhnen“, auch in unserer Familie aufgefrischt werden dürfte … Leider scheint das Klingen der Friedensglocken, das manche in diesen Tagen aus weiter Ferne zu hören glaubten, auf Sinnestäuschung und Ohrensausen zu beruhen. Ich selbst habe es überhaupt nicht gehört.“ Er denkt wohl auch an die nicht immer gefüllte Redaktionsmappe: Indessen könnte doch auch der Krieg unserem (Familien-) Blatte vielmehr, als es geschehen ist, nutzbar gemacht werden, wenn die Rubrik „Der Krieg und unser Familienbund“ mehr gefüllt würde mit kürzeren oder längeren Mitteilungen der Kriegsteilnehmer, und das sind ja nicht bloß unsere Feldgrauen, sondern auch alle, die den Krieg daheim erleben.“ (Januarheft 1917, S. 1f)

Vor dem Krieg trafen sich in unregelmäßigen Zeitabständen Verwandte der Familie Bernbeck an einem Nachmittag in Gießen, oft in stattlicher Zahl. Daran erinnert Hilde Bernbeck (C 252) und schreibt (Februar 1917, S. 1f): „Mit Beginn des Krieges waren unsere Zusammenkünfte begreiflicherweise eingeschlafen, da die Stimmung dazu fehlte. Nach einiger Zeit machte ich den schüchternen Versuch, die verschiedenen Onkels und Tanten für eine Familienvereinigung zu erwärmen. Ich fand jedoch keine Gegenliebe, denn niemand hatte Lust, was mir nicht ganz verständlich war. … Im vergangenen Sommer wagte ich’s zum zweiten Male, und plötzlich war man allgemein dafür, denn … auf diese Weise konnte man doch von den verschiedenen Verwandten, die direkt oder indirekt am Kriege beteiligt sind, einmal Näheres hören … Es gab an diesem Tage frische Waffeln. Frische Waffeln, ein Hochgenuss schon zu Friedenszeiten und ein noch viel größerer Leckerbissen jetzt in der Kriegszeit! … Sind die abwesenden Verwandten alle durchgehechelt, liefert der Krieg noch reichlich Unterhaltungsstoff. Aber auch der genügt den Hausfrauen noch nicht, und es dauert gar nicht lange, so fangen sie an zu kochen und zu backen, wenn auch nur theoretisch. Sogar die männlichen Teilnehmer zeigen bisweilen recht viel Interesse für die Kochkunst und die neuen Kriegsrezepte. Sehr schön war diese erste Zusammenkunft …; wir zählten 17 Personen. Die nächste war leider sehr schlecht besucht. Wir waren nur 5 Personen, und doch war dies der wichtigste Tag, an dem der Reichskanzler dem Reichstag die Mitteilung von dem Friedensangebot machte! Wie verlockend wäre es doch gewesen, dieses große Ereignis bei der Familienzusammenkunft zu besprechen! … Mit welch frohen Hoffnungen für die Zukunft trennten wir uns abends! Sie scheinen aber leider noch nicht so rasch in Erfüllung gehen zu wollen. Oh, möchte doch recht bald der Tag kommen, an dem wir wieder unsere erste Friedensfamilienzusammenkunft halten können!“ (Das Friedensangebot vom 12. Dezember 1916 wurde von der Entente abgelehnt.)
Im Septemberheft 1917 steht eine ganzseitige erschütternde Todesanzeige mit dem Eisernen Kreuz der Kriegsgefallenen (S. 34): „Am 6. Juli starb den Heldentod …. Georg Keßler (A 675). Voll glühender Begeisterung ins Feld hinausgegangen, brachte er schon am zweiten Tage vor dem Feind sein blühendes, 18-jähriges Leben dem Vaterland zum Opfer dar …“ In einem noch von Siegeszuversicht erfüllten Nachruf schreibt sein Vater: „In Jugendkraft, in Begeisterung und treuer Pflichterfüllung ist er schmerzlos und wie im Schlaf hinübergegangen in ein besseres Land. Wohl ein schöner Soldatentod! Aber ein tragisches Verhängnis war die ganze Sache, und es ist schwer, gegen eine gewisse Bitterkeit anzukämpfen. Er hat keine Gelegenheit gehabt, etwas zu erleben, sich auszuwirken und an dem siegreichen Vormarsch teilzunehmen, wie er es sich wohl ausgemalt hatte. … Er hat das Höchste geleistet und sein Leben für seine Brüder und sein Vaterland geopfert…“ (S. 35)

Read more: Die Familie Bernbeck im Ersten Weltkrieg, Teil 3/3

Bad Herrenalb.

Johannes Oesch (57) ist neuer evangelischer Pfarrer von Bad Herrenalb. In einem festlichen Gottesdienst ist er gestern in sein Amt eingeführt worden.

Die Investitur mit Amtsverpflichtung und Segnung vollzog Dekan Joachim Botzenhardt aus Neuenbürg. Er sagte: „Liebe Bad Herrenalber, es ist geschafft. Die lange Zeit des Wartens und der Ungewissheit ist vorbei. Der neue Pfarrer ist da.“ Ganz so neu ist Pfarrer Oesch in Bad Herrenalb allerdings nicht. Ein Jahr lang übernahm er bereits Vertretungsdienste für die lange Zeit erkrankte Vorgängerin im Amt. Außerdem half er die Lücke zu füllen, die durch den Wegfall der zweiten Pfarrstelle in Bad Herrenalb entstanden war. „Sie haben in der Gemeinde schon erste Spuren hinterlassen“, bestätigte Botzenhardt. Zusammen mit dem im vergangenen Herbst völlig neu besetzten Kirchengemeinderat steht die evangelische Kirchengemeinde jetzt vor einem Neuanfang.

Artikel im Schwarzwälder Boten unter http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-herrenalb-ungewissheit-vorbei.1e77a0d6-6888-47d5-ad63-8df935a96f5d.html

Die Abonnenten des Familienblattes verteilen sich wie gesagt auf  acht Länder in vier Kontinenten. Die Familienmitglieder, die im Ausland wohnen, treten natürlich bei uns nur wenig in Erscheinung. Gelegentlich liefern sie aber einen Beitrag zum Familienblatt oder nehmen an einem Familientag teil. Älteren Familienmitgliedern wird auch in den Familiennachrichten zum Geburtstag gratuliert, aber nicht alle, die dort aufgeführt werden, sind auch Abonnenten. Aufmerksame Leser des Familienblattes werden den einen oder anderen Namen also schon mal gesehen haben.

Jetzt sollen die Länder nach Kontinenten sortiert vorgestellt werden:

Der erste Kontinent ist natürlich Europa und das erste Land ist Deutschland, in dem auch die meisten Abonnenten leben. Das sollte wirklich jeder erraten haben. Aus Platzgründen können wir natürlich nicht alle deutschen Abonnenten auflisten. Aber es gibt auch noch andere Europäer in der Familie in:

 

  • Frankreich
  • Schweiz
  • Großbritannien
  • Holland
  • Belgien

 

Read more: Die Abonnenten des Familienblattes

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Wappen Familienverband Bernbeck

Wappen des Familienverbandes

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