Der Neujahrsgruß 1917 des Schriftleiters Heinrich Nies (D 16 = D 46) zeigt deutlich, wie die Kriegsbegeisterung in Friedenssehnsucht umgeschlagen ist. Er schreibt: „Unsere Wünsche in der jetzigen Zeit … fassen sich zusammen in ein einziges Wort: Friede.“ Er bedauert, seine Gedanken nicht nach alter Gewohnheit in poetische Form gebracht zu haben, und fährt fort: „Aber was … heißt Gewohnheit in dieser Zeit, in der man sich die eingefleischtesten Gewohnheiten, wie z.B. das Essen, mehr oder weniger abgewöhnen muss und die Redensart des alten Paten: „Man muss sich an Entbehrungen gewöhnen“, auch in unserer Familie aufgefrischt werden dürfte … Leider scheint das Klingen der Friedensglocken, das manche in diesen Tagen aus weiter Ferne zu hören glaubten, auf Sinnestäuschung und Ohrensausen zu beruhen. Ich selbst habe es überhaupt nicht gehört.“ Er denkt wohl auch an die nicht immer gefüllte Redaktionsmappe: Indessen könnte doch auch der Krieg unserem (Familien-) Blatte vielmehr, als es geschehen ist, nutzbar gemacht werden, wenn die Rubrik „Der Krieg und unser Familienbund“ mehr gefüllt würde mit kürzeren oder längeren Mitteilungen der Kriegsteilnehmer, und das sind ja nicht bloß unsere Feldgrauen, sondern auch alle, die den Krieg daheim erleben.“ (Januarheft 1917, S. 1f)

Vor dem Krieg trafen sich in unregelmäßigen Zeitabständen Verwandte der Familie Bernbeck an einem Nachmittag in Gießen, oft in stattlicher Zahl. Daran erinnert Hilde Bernbeck (C 252) und schreibt (Februar 1917, S. 1f): „Mit Beginn des Krieges waren unsere Zusammenkünfte begreiflicherweise eingeschlafen, da die Stimmung dazu fehlte. Nach einiger Zeit machte ich den schüchternen Versuch, die verschiedenen Onkels und Tanten für eine Familienvereinigung zu erwärmen. Ich fand jedoch keine Gegenliebe, denn niemand hatte Lust, was mir nicht ganz verständlich war. … Im vergangenen Sommer wagte ich’s zum zweiten Male, und plötzlich war man allgemein dafür, denn … auf diese Weise konnte man doch von den verschiedenen Verwandten, die direkt oder indirekt am Kriege beteiligt sind, einmal Näheres hören … Es gab an diesem Tage frische Waffeln. Frische Waffeln, ein Hochgenuss schon zu Friedenszeiten und ein noch viel größerer Leckerbissen jetzt in der Kriegszeit! … Sind die abwesenden Verwandten alle durchgehechelt, liefert der Krieg noch reichlich Unterhaltungsstoff. Aber auch der genügt den Hausfrauen noch nicht, und es dauert gar nicht lange, so fangen sie an zu kochen und zu backen, wenn auch nur theoretisch. Sogar die männlichen Teilnehmer zeigen bisweilen recht viel Interesse für die Kochkunst und die neuen Kriegsrezepte. Sehr schön war diese erste Zusammenkunft …; wir zählten 17 Personen. Die nächste war leider sehr schlecht besucht. Wir waren nur 5 Personen, und doch war dies der wichtigste Tag, an dem der Reichskanzler dem Reichstag die Mitteilung von dem Friedensangebot machte! Wie verlockend wäre es doch gewesen, dieses große Ereignis bei der Familienzusammenkunft zu besprechen! … Mit welch frohen Hoffnungen für die Zukunft trennten wir uns abends! Sie scheinen aber leider noch nicht so rasch in Erfüllung gehen zu wollen. Oh, möchte doch recht bald der Tag kommen, an dem wir wieder unsere erste Friedensfamilienzusammenkunft halten können!“ (Das Friedensangebot vom 12. Dezember 1916 wurde von der Entente abgelehnt.)
Im Septemberheft 1917 steht eine ganzseitige erschütternde Todesanzeige mit dem Eisernen Kreuz der Kriegsgefallenen (S. 34): „Am 6. Juli starb den Heldentod …. Georg Keßler (A 675). Voll glühender Begeisterung ins Feld hinausgegangen, brachte er schon am zweiten Tage vor dem Feind sein blühendes, 18-jähriges Leben dem Vaterland zum Opfer dar …“ In einem noch von Siegeszuversicht erfüllten Nachruf schreibt sein Vater: „In Jugendkraft, in Begeisterung und treuer Pflichterfüllung ist er schmerzlos und wie im Schlaf hinübergegangen in ein besseres Land. Wohl ein schöner Soldatentod! Aber ein tragisches Verhängnis war die ganze Sache, und es ist schwer, gegen eine gewisse Bitterkeit anzukämpfen. Er hat keine Gelegenheit gehabt, etwas zu erleben, sich auszuwirken und an dem siegreichen Vormarsch teilzunehmen, wie er es sich wohl ausgemalt hatte. … Er hat das Höchste geleistet und sein Leben für seine Brüder und sein Vaterland geopfert…“ (S. 35)

Heinrich Nies, Pfarrer in Melbach (D 46), hatte 25 Jahre lang das Familienblatt redigiert, wurde aber 1917 krank und gab die Schriftleitung ab. Nachfolger wurde sein etwas älterer Bruder Dr. August Nies (D 44). Dieser schreibt zum Redaktionswechsel, er hoffe auf regere Mitarbeit der Verwandten am Familienblatt (Nov. 1917, S 43.f): „An Stoff wird es uns nicht fehlen. Ich denke dabei nicht an … meine genealogischen Aufsätze … Ich rechne vielmehr mit dem viel wichtigeren Stoff, den uns die Gegenwart liefert und der mir hoffentlich von allen Seiten zuströmen wird. … Wir wissen z.B. … dass im Krieg 70/71 neun Mitglieder unserer Familie mitgekämpft haben, von denen einer den Heldentod gestorben ist, und sind … über diese Zeit viel besser unterrichtet als über die Teilnahme der Mitglieder unserer Familie an dem jetzigen Weltkrieg; denn der seinerzeit von dem Redakteur ausgesprochenen Bitte um Einsendung fortlaufender Nachrichten ist namentlich in letzter Zeit nur mangelhaft entsprochen worden. Meine Bitte geht nun an alle Leser dieses Blattes und nicht bloß an die Kriegsteilnehmer, … sondern an alle Angehörigen … und lautet: Teilt mir doch mit, wer von Euch oder wer von Euren nächsten Angehörigen an dem Krieg teilnimmt: in welcher Eigenschaft? Seit wann? Wo jetzt? Verwundet? Krank usw.? Welche Auszeichnungen? Selbstverständlich rechne ich zu den Kriegsteilnehmern auch die Schwestern, Helferinnen und sonstwie Tätigen …“

Die Bitte wurde von einigen Verwandten erhört, die Mitteilungen beschränken sich aber großenteils auf Einberufungen, Standortwechsel und Beförderungen. Von besonderem Interesse ist dagegen der Bericht von Dr. Georg Schäfer (D 412), der als Bataillonsarzt in Mainz hunderte von Kriegsbeschädigte zu betreuen hatte. Dabei konnte er für Oberschenkel-Amputierte eine wertvolle Hilfe erfinden. Lassen wir ihn selbst zu Wort kommen (Dezember 1917, S. 53): „Viele der Leser haben wohl schon davon gehört, dass ich ein unter dem Namen „Schäferbein“ in Fachkreisen und auch einem großen Teil der Laien bekanntes Kunstbein konstruiert habe, das dem Träger ein beim Gang frei bewegliches und beim Stand feststehendes Kniegelenk gibt. Seither war für die Amputierten das Einknicken im Knie und das dadurch bedingte leichte Hinfallen überaus lästig und gefährlich. Durch eine besondere Konstruktion ist es mir gelungen, das Bein im Augenblick der Belastung im Knie festzustellen, einzig durch die Kraft die bei der Belastung entsteht. Geht der Mann aber weiter, so bewirkt eine Feder augenblicklich die völlige Freigabe des Gelenkes und ermöglicht damit einen Schritt mit losem Knie, dem des gesunden Beines gleich. Es war mir möglich, hier im Lazarett eine orthopädische Werkstatt einzurichten, in der die Beine gemacht werden und aus der bis jetzt über 100 Amputierte mit Kunstbeinen versorgt worden sind…“
Das Januarheft 1918 beginnt der Redakteur, nunmehr Dr. August Nies, mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr: Es könne „uns nicht allein wegen der schmerzlichen Verluste, die wir erlitten haben, verstimmen, sondern auch wegen der wohl noch nicht dagewesenen Tatsache, dass so wenig freudige Familienereignisse zu verzeichnen waren; keine Verlobung, keine Hochzeit, nicht einmal eine Kriegstrauung.  Also sehen wir lieber vertrauensvoll in die Zukunft… Wir sind alle einig in dem Wunsch, dass unsere Lieben, Gatten, Söhne, Väter und Brüder gesund zu uns zurückkehren, aber auch, dass sie froh zurückkehren, das heißt siegesfroh, mit dem Bewusstsein, nicht vergebens gekämpft zu haben und alle Strapazen und Entbehrungen umsonst ertragen zu haben…“ (S. 1)

Im März 1918 schreibt Ludwig Keßler (A 67): „Von unserem Karl (A 671, Bruder des gefallenen Georg Keßler) habe ich Glück im Unglück zu melden. Er ist in der Nacht vom 28. Zum 29. Januar über unseren Linien aus 300 Meter Höhe mit seinem Flugzeug abgestürzt. Während sein Führer… tot blieb, ist er wie durch ein Wunder mit Gottes gnädiger Hilfe mit dem Leben davongekommen und sogar ohne schwere Verletzungen…. Er wird immerhin für einige Monate auf die Front verzichten müssen.“ (S. 22f.)

In dem Bericht, den Hermann Draudt (F 621) von seinem Transport von Darmstadt nach Wilhelmshaven liefert, verdient der Schlußsatz besonderes Interesse (März 1918, S. 25): „Ich freue mich sehr, dass ich hier bin und noch viel mehr, dass ich unter Umständen auf ein U-Boot kommen kann.“

Besonnener zeigt sich Wilhelm Wahl (A 222). Als Feldgeistlicher in Flandern benutzt er am 10. Dez. 1917 eine Feuerpause zum Besuch des eben noch umkämpften Gebiets und beklagt die verheerenden Kriegsschäden (März 1918, S. 29f.): „Schon an der großen Straße Arras-Cambrai sah man die unverkennbaren Spuren der Kämpfe…Die Ortschaften, einst blühend und lebendig, lagen jetzt tot, menschenleer und zerschossen da, kein Haus mehr heil, sehr viele in sich zusammengefallen und von großen und kleinen Löchern durchsiebt. In den Straßengräben noch einzelne Pferdeleichen…Verwüstung, Vernichtung überall und in einiger Entfernung das gurgelnde, zischende Sausen der Granaten… Aber es sollte noch schlimmer kommen. Das wundervolle Schloss Bourlon…war nun auch dem Verderben anheimgefallen…Alle die Früchte französischer Gartenkunst … hatte der rasende Sturm von Eisen niedergefegt…“ Er fährt mit der Beurteilung der neuen Panzerwaffe fort: „Aber nun kam das Interessanteste … Englische Tanks, diese Ungeheuer, mit denen man deutsche Soldaten schrecken will. Sie mögen als fauchende und feuerspeiende Untiere ihren Zweck wohl erreichen, aber schließlich gehen doch die meisten an der Trägheit ihrer Masse zu Grunde … So sicher die Insassen auch vor Infanteriegeschossen sein mögen … so unbeholfen sind sie doch in engen Dorfstraßen … Um Bourlon herum liegen allein etwa 20 dieser besiegten englischen Hoffnungswagen … Einzelne englische Leichen … vermehren das Bild des Grauens … Gottlob, dass der Krieg sich nicht auf deutschem Boden abspielt.“
Sein jüngerer Bruder Hermann Wahl (A 225), Medizinstudent, gibt einen Überblick (März/April 1918, S.31) über seinen Werdegang seit 1914: „Da ich an dem Dienst mit der Waffe besonderen Gefallen fand und nicht annahm, dass der Krieg sich so in die Länge ziehen würde, meldete ich mich nicht zum Sanitätsdienst. … Die Sommeschlacht (1916) machten wir von Anfang bis zum Ende mit … Am 1. Mai 1917 wurde ich auf mein Ersuchen zum Sanitätsdienst überführt … Schwere Tage liegen hinter uns, in denen ich als Sanitäter leider nur zu viel zu tun hatte…“

Im Maiheft 1918 geben die Eltern von Bodo Heyne (HA 4421) den Tod ihres Sohnes bekannt. Nach seinem Absturz am 15. Dez. 1917 vergingen vier Monate, bis sein Tod Gewissheit wurde. Er hatte „im Luftkampf den Heldentod gefunden … Von Anfang des Krieges im Osten und Westen kämpfend und gnädig behütet, seit kurzem hochgemuter und begeisterter Flieger, musste er als Beobachter bei einem Feindesflug im Westen sein Leben hingeben.“ (S. 34)
Marineleutnant Ludwig Wahl (A 226) bleibt als Flieger auch im Juni 1918 noch frohen Mutes (Heft Sept./Okt. 1918, S. 55): „In den ersten acht Tagen flog ich … inmitten des Finnischen Meerbusens, sah mir die hochmoderne Stadt Helsingfors (heute Helsinki) und landete abends wieder in Reval (heute Tallinn). Es war dort ein herrliches Leben und versprach für den Sommer sehr nett zu werden. Es kam aber anders. Ich flog an einem Vormittag nach Libau … Auf dem Rückflug … bei Riga hatte ich Kolbenbruch … Auf Oesel … ließ ich mich auf einen großen Dampfer einsetzen, der mich durch die Minenfelder zwischen Oesel und Nordkurland nach Libau brachte … Was ich in diesen 14 Tagen alles erlebt (habe), kann ich hier in kurzen Worten nicht wiedergeben.“ Er wurde anschließend nach Flandern kommandiert: „Hier bin ich nun Mannschaftsoffizier und fliege in einer Kampfstaffel als Beobachter. An Arbeit und Abwechslung fehlt’s mir also nicht …“
Ein Kriegsteilnehmer aus der Familie (der Redakteur hat den Namen verschwiegen) klagt in einem Feldpostbrief über den spärlichen Nachrichtenfluss (Mai/Juni 1918, S. 44): „Es ist wirklich tief bedauerlich, dass gerade in dieser Zeit das Interesse an unserem Familienbund erlahmt, und dass nicht über die Familienmitglieder, die im Felde sind, und diejenigen, welche sonst im Kriegsdienst stehen, mehr Nachricht einläuft.“ Sicher könnten, so hofft er, solche Nachrichten Verbindungen zwischen Verwandten herstellen und ihnen Freude, vielleicht sogar Hilfe bringen.

In der letzten Kriegsnummer des Familienblatts (Nov./Dez. 1918) erscheinen noch zwei Todesanzeigen von Kriegsopfern (S. 61 und 63). Da ist von „Heldentod“ schon nicht  mehr die Rede, sondern: „Gott dem Herrn hat es gefallen, … Paul Rahmelow (A 845) … ein Opfer des Krieges werden zu lassen. Nachdem er über 4 Jahre in treuester Pflichterfüllung seinem Vaterlande gedient hatte, geriet er am 1. 9. 1918 verwundet in englische Kriegsgefangenschaft, wo er … seine Treue mit dem Tode besiegelte.“ Und kurz vor Kriegsende: „Am 4. November fiel auf dem Felde der Ehre … Apotheker Walther Beckmann (E 43); Gefreiter in einer Sanitäts-Kompanie.“
Das Schlusswort des  Redakteurs Dr. August Nies trägt die Überschrift „In schwerster Not“ (Nov. 1918, S. 69 f). Die Erkrankung des Personals der Druckerei an der Grippe, die verheerend durch die Welt gezogen sei, habe die Herausgabe dieser Nummer verzögert. „Aber viel schwereres ist in diesen Tagen über uns alle hereingebrochen, was redaktionelle Änderungen in letzte Stunde veranlassen musste. Feldpostbriefe und Kriegserinnerungen, die vor Wochen geschrieben wurden, mussten wegbleiben als ganz veraltet – der Krieg ist aus. Fast hätte ich geschrieben, alles ist aus. Von neuem bluten die Wunden, die der schreckliche Krieg auch in unserer Familie geschlagen, da wir sehen müssen, wie alle Opfer vergeblich gebracht sind, und alle Hoffnungen auf eine schönere, glücklichere Zeit für uns und unser Vaterland mitbegraben scheinen…“ Der Zusammenbruch könne vieles zerstören. „Vieles, aber nicht alles. Nicht zum Beispiel die Zugehörigkeit zur Familie, die in schwerster Not erst recht zusammenhalten wird. – Die Bedingungen des Waffenstillstandes sind erschreckend … Ob es möglich sein wird, unser Blatt weiter erscheinen zu lassen, kann ich heute noch nicht sagen. Jedenfalls wäre es zu wünschen, wenn das Interesse am Blatt durch entsprechende Mitarbeit gezeigt wird und wenn wir wenigstens eine lückenlose Aufzeichnung aller Kriegsteilnehmer und ihrer Haupterlebnisse besäßen … Ich bitte nochmals dringend alle, die es angeht, um Nachrichten.“

Nach dem Ende des Krieges erscheint das nächste Familienblatt erst am 1. März 1919. – Mainz, wo August Nies im Ruhestand lebte, lag jetzt im französisch besetztem Gebiet, es gab Verkehrsschwierigkeiten zwischen linkem und rechtem Rheinufer. August Nies musste die Schriftleitung, die ja Drucklegung und Korrektur einschloss, an Wilhelm Wahl (A 222) in Beienheim bei Friedberg abgeben, da die Versandstelle des Blattes (seit 1910) Friedberg war. Der neue Schriftleiter hoffte zunächst, das Amt nur für kurze Zeit übernehmen zu müssen, behielt es dann aber 31 Jahre lang. Er schreibt in seinem ersten Aufruf an die Leser (S. 1): „Nun wäre ich froh, wenn mir der Schriftleiter mit dem ehrenden Auftrag zugleich eine wohlgespickte Redaktionsmappe übersandt hätte … Mit Recht denkt der Schriftleiter in erster Linie an Beiträge unter der Rubrik Kriegserlebnisse.“
Erst 1921 erschien dann im Januarheft ohne besondere Einleitung die Totenliste der 1914-20 verstorbenen Familienmitglieder (S. 4ff). Sie umfasst 54 Namen, darunter 11 Gefallene und einen Vermissten. Der Schlusssatz ist kurz, er lautet: „12 Glieder der Familie, also nahezu ¼ aller Verstorbenen und über 1/3 aller verstorbenen männlichen Familienmitglieder haben den Heldentod fürs Vaterland erlitten. Havete piae animae!“ (Das ist der lateinische Abschiedsgruß an verehrungswürdige Tote; wörtlich übersetzt klingt er ziemlich frivol: „Lebt wohl, fromme Seelen!“)
Ein vielsagend wortkarger Abschluss der Berichte aus vier Kriegsjahren. Er unterstreicht den atemberaubenden Absturz von Kriegsbegeisterung und Siegeszuversicht zu Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit.
Das war der erste Weltkrieg aus der Sicht der deutschen Mitglieder der Familie Bernbeck. Vielleicht finden sich ja bei den amerikanischen Familienmitgliedern, die eine englische Version des Familienblattes erhalten und somit diesem Bericht folgen können, ein paar Briefe oder sonstige Anhaltspunkte über ihre Erlebnisse im ersten Weltkrieg, also von der Gegenseite.

Wappen Familienverband Bernbeck

Wappen des Familienverbandes

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